Streitgespräch: Stroedter vs. Czaja

Meinung

Im Gespräch über Tegel-Volksentscheid; Foto: Mazatis

Am Mittwochabend kam es zum Duell um Tegel. Jörg Stroedter gegen Sebastian Czaja - Flughafengegner gegen Flughafenbefürworter. Über 200 interessierte Gäste waren in den Veranstaltungssaal Maestral gekommen, dazu unzählige am Stream im Internet.

Mit fast halbstündiger Verspätung begann unser gestriges Streitgespräch. Nach dem Sebastian Czaja eingetroffen war, machte sich in der brütenden Hitze schnell Enttäuschung breit: Kein einziges sachliches Argument, warum Tegel offen gehalten werden soll.

Bald entlud sich das Unverständnis der Anwesenden. Klar bleibt: Tegel muss, Tegel wird geschlossen. Der sogenannte "Volksentscheid" ist eine Mogelpackung und suggeriert lediglich Basisdemokratie. Tatsächlich hat die FDP nicht einmal einen Gesetzentwurf eingebracht - wohlwissend, dass die juristischen Probleme einer Offenhaltung immens wären.

Auch sonst blieben viele Fragen unbeantwortet: Wie soll ein Flughafenstandort in Tegel wirtschaftlich betrieben werden? Welche Airline soll da eigentlich fliegen? Wie soll der Lärmschutz finanziert werden? Wie kann unter dem Risiko innerstädtischen Flugverkehrs Sicherheit hergestellt werden? Noch wichtiger aber: Unser Nachnutzungskonzept mit bezahlbarem Wohnraum und der Urban Tech Republic blieb ohne Erwähnung.

Die Diskussion brachte es auf den Punkt: "Das ist eigentlich keine Abstimmung über TXL, sondern eine Abstimmung über unsere Verärgerung, dass der BER noch immer nicht funktioniert."

Das Video war auf Facebook gestreamt worden und ist auf der Fb-Seite von Sebastian Czaja zu finden.

Weitere Bilder auf www.facebook.com/joerg.stroedter

 
 

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