Stellenabbau von Vattenfall inakzeptabel

Arbeit

Nach den Ankündigungen vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall, insbesondere in Berlin und Hamburg kräftig Stellen einsparen zu wollen, regt sich auch in der SPD-Fraktion immer mehr Unmut.

Pressemitteilung (Link zur SPD-Fraktion)

Nach den Ankündigungen vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall, insbesondere in Berlin und Hamburg kräftig Stellen einsparen zu wollen, regt sich immer mehr Unmut. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Jörg Stroedter äußert sich dazu wie folgt:

„Die Ankündigung von Vattenfall, in Hamburg und Berlin massiv Stellen kürzen zu wollen, ist perfide und für mich nicht nachvollziehbar. Ein Unternehmen, welches sich so intensiv um den Betrieb der Strom- und Gasnetze in Berlin bemüht, kann nicht einerseits Personal abbauen und dann andererseits erwarten, bei der Netzkonzessionierung berücksichtigt zu werden.

In unserem Berliner Interesse ist, dass Beschäftigung in der Stadt gesichert wird und Gewinne nicht ins Ausland fließen. Vattenfall hat sich in der Vergangenheit als besonders negatives Beispiel hervorgetan. Die Hinhaltetaktik bei den Konzessionierungsverfahren für die Strom- und Gasnetze behindert die Stadt inzwischen sehr in seiner energiepolitischen Entwicklung und gefährdet Arbeitsplätze für die gesamte Region.
Ich erwarte, dass sich Vattenfall endlich zu einer schlüssigen und nachhaltigen Strategie bekennt und nicht weiter auf Verzögerung setzt. Wenn die Energiewende gelingen und Berlin im Jahr 2050 klimaneutral sein soll, müssen wir zügig zu Lösungen kommen.

Ein Teil dieser Lösung stellt das Berliner Stadtwerk dar. Unser Ziel bleibt, dieses zu einem Erfolg zu machen und – so wie wir es in der vergangenen Legislaturperiode parteiübergreifend in der Enquetekommission „Neue Energie für Berlin“ besprochen haben – neueste Technologien wie Power-to-heat und Power-to-gas in bereits bestehende Systeme zu implementieren. Der Schlüssel zum Erfolg wird hierbei die Bündelung der Netze sein.

Ich werde mich daher auch bei unserem neuen Bundesaußenminister Heiko Maas dafür einsetzen, dass die uns hierbei hinderlichen Verfahrensweisen der Vattenfall GmbH beendet werden und erhoffe mir ein Einlenken des Konzerns auch unter diplomatischer Mithilfe und durch Mitwirken der Rot-grünen schwedischen Regierung.“

Vattenfall hatte im März angekündigt, trotz eines Gewinns von 960 Millionen Euro, in Deutschland 600 Stellen abbauen zu wollen. Insgesamt soll die Zahl der Beschäftigten bis zum Jahr 2020 in Europa um 1.500 Vollzeitstellen reduziert werden.

Bereits zuvor waren Abteilungen des Konzerns von Berlin nach Indien ausgelagert worden. Der schwedische Staatskonzern wolle so umgerechnet 200 Millionen Euro an Personalkosten einsparen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

V.i.S.d.P.: Jörg Stroedter, MdA

Link zur Pressemitteilung vom 6. April 2018

Presse:
BundesWirtschaftsPortal: Stellenabbau bei Vattenfall inakzeptabel; 9. April 2018
Interview und Beitrag auf Spreeradio 105,5 am 6.4.2018

 
 

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