Neues zum BER

Verkehr

Es gibt ja nichts, was nicht zu toppen wäre. Die schon obligatorische Vorbesprechung in nicht-öffentlicher Runde, die von der Opposition gefordert wurde dauerte dieses Mal fast zwei Stunden. Die Pressevertreter, die Gäste und der geladene Zeuge standen sich vor Tür die Beine in den Bauch, bevor der einzige Tagesordnungspunkt, die Befragung von Ex-Flughafenchef Karsten Mühlenfeld, beginnen konnte.

Im Gegensatz zu den Befragungen der vorherigen Flughafenchefs berief sich Mühlenfeld nicht auf entstandene Gedächtnislücken, sondern gab ausführlich Auskunft – er hatte ja auch offensichtlich eine Mission. Er sei dem Ruf eigentlich nur gefolgt, weil ihm gesagt wurde, dass ein Mann aus der Wirtschaft den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen sollte betonte dann mehrfach sein schlechtes Verhältnis zum Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Müller und seine mangelnden Kompetenzen in Bezug auf Änderungen in der Struktur der Geschäftsleitung.

Und auch Mühlenfeld musste mit dem weitermachen was ihm seine Vorgänger hinterlassen hatten. Insbesondere das Fehlen eines Generalunternehmers habe sich als großer Mangel erwiesen. Unklar ist, warum er mehrfach die Kompetenz des Bauleiters Marks hervorhob. Entließ er diesen doch gegen den Willen des Aufsichtsrats und ersetzte ihn durch den Ex-Bahnmanager Christoph Bretschneider, was letztendlich zur Aufhebung seines eigenen Vertrages führte.

Schon zu seiner Zeit waren die Kabeltrassen zu 99% fertig nur die Restanschlüsse für die Computerhardware fehlte noch. Die erforderlichen weiteren Gepäckbänder für die zu erwartende Passagierzahl können auch nach seiner Meinung nach der Abnahme des Flughafens durch die Aufsichtsbehörden erfolgen.

Entgegen seiner gegen Ende 2016 geäußerten Meinung hält er die Kapazität des neuen Flughafens nicht für ausreichend. In Tegel müsse eine Startbahn weiter betrieben werden.

Dies entspricht genau der Ansicht seines derzeitigen Arbeitgebers Ryan-AIR – Sitz in Irland.

Einem leitenden Angestellten dieses Unternehmens ist dieser Meinungswandel vielleicht nachzusehen. Aber es gibt ihm nicht das Recht, über das Wohl von zigtausend Menschen in der Einflugschneise zu entscheiden. Wenn er davon ausgeht, dass am BER nur kleine Flugzeuge von Billigfliegern die Startbahnen „verstopfen“ mag dies stimmen. Es ist aber erklärtes Ziel auch große Airlines mit großen Fliegern nach Berlin zu ziehen, z.B. aus der starken Wirtschaftsregion Fernost. Dies führt zu weniger Bewegungen auf dem Flugfeld und bringt so automatisch eine Kapazitätserweiterung.

Und darüber hinaus freuen wir uns über die gute Auslastung der Schnellverbindung der Bahn nach München. Wir wollen dies nicht durch neue Fluglinien von TXL aus gefährden – ganz im Sinne unserer Kinder, die diesen Freitag für den Klimaschutz auf die Straße statt in die Schule gingen.

 
 

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