Infoveranstaltung: Flugverkehr ohne Lärmschutz?

Gesundheit

Plakat der Bürgerinitiative: Tegel endlich schließen

Am 24. Januar 2015 hatte die Bügerinitiative "Tegel endlich schließen“ zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Fluglärm ohne Lärmschutz macht krank" in den BVV-Saal des Rathauses Reinickendorf eingeladen. Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen die Gelegenheit wahr und informierten sich bei einem interessanten Vortrag von Dr. Henning Thole ("Ärzte gegen Fluglärm").

Neben den bekannten Auswirkungen des Fluglärms ging er auch auf die Messmethoden ein. So werden für die Auswirkung des Fluglärms nicht die erreichten Spitzenwerte herangezogen, sondern ein Mittelwert über einen bestimmten Zeitraum. Wer also nachts vom Postflugzeug geweckt wird, ist wach, auch wenn der Mittelwert gering ist. Das liege an der "geringen Flughäufigkeit in Tegel", so Thole. Weiter ging er auf Untersuchungen über die Leistungen von Grundschülern ein, deren Schulen in den Einflugschneisen liegen. Hier wurden im Vergleich zu anderen Schulen deutlich verringerte Leistungen im Lesebereich festgestellt.

In der anschließenden Diskussion wurde von Bezirksamtsseite nochmals betont, dass Tegel ein halbes Jahr nach Eröffnung des BER geschlossen wird. Das Nachnutzungskonzept sehe das vor. Es müsse auf jeden Fall verhindert werden, dass bei der Renovierung der Nordbahn in Schönefeld weiterer Flugverkehr nach Tegel verlagert wird. Dass "TXL am Rande seiner Kapazitäten" stünde, sei "hinlänglich bekannt".

Gesundheitsstadtrat Uwe Brockhausen wies diesbezüglich auf die schwierige Rechtslage hin, weil die einzuhaltenden Gesetze nicht in Berlin, sondern auf Bundesebene beschlossen würden.

Jörg Stroedter ließ sich terminbedingt von Henry Mazatis, stellv BVV-Vorsteher, vertreten.

 
 
 

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