Eine neue Schule für Berlin

Bildung

Stroedter, Walk und Senator Zöllner

Einen "deutlichen Qualitätssprung für Haupt- und Realschulen" erwartet Bildungssenator Prof. Jürgen Zöllner durch die anstehende Schulstrukturreform. Das sagte er bei einer SPD-Veranstaltung im Märkischen Viertel am 7. Juli 2009.

Auch er selbst habe, als er das Amt in Berlin im Jahr 2006 annahm, nicht ahnen können, dass der Handlungsbedarf speiziell in der Hauptschule so groß sein würde. "Alles was wir machen ist besser, als es beim gegenwärtigen Stand zu belassen." Schließlich würde die neue Schulform - die Sekundarschule - wesentlich besser mit Mitteln und Personal ausgestattet, so dass die eine bessere individuelle Fördermöglichkeit hergestellt wird.

Dem stimmte auch Jörg Stroedter zu, der - selbst Vater - es richtig findet, "die öffentlichen Gymnasien zu erhalten und daneben eine zweite starke Schulform zu etablieren." Diese ermögliche dann Aufstiegschancen auch für Kinder aus sozial benachteiligten Gegenden. "Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen!"

Zu der Diskussion, die im Fontanehaus im Märkischen Viertel stattfand und zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen im Rahmen der Reinickendorfer SPD gehörte, waren auch viele besorgte Eltern gekommen, die sich persönlich informieren wollten, wie es denn nun weitergehen solle. Senator Zöllner betonte daraufhin noch einmal, dass er keinen ideologischen Kampf gegen Gymnasien führen werde. Wer mit den Anforderungen zurecht komme, der solle weiterhin auf's Gymnasium gehen können. "Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht auf das Potential unzähliger junger Leute an den Haupt- und Realschulen verzichten dürfen."

Er führte auch aus, dass das kritisierte Losverfahren seiner Meinung nach zu "mehr Durchlässigkeit im System" führen werde und der Elternwille beim Schulübergang nicht eingeschränkt werden solle. Damit orientiere er sich an der traditionellen Berliner Praxis.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Gerald Walk.

 
 
 

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