BER die Neunte - Marks oder Murks

Allgemein

Auf der Sitzung am 15. Februar ging es mal wieder um Technik und Machbarkeit. Der nach seinen Aussagen 7. Technikchef auf dem BER Marks, schilderte zunächst das, was er im August 2014 vorfand. Die Liste der Mängel seines Vorgängers Amann verlängerte sich innerhalb von zwei Wochen von 90.000 auf 155.000 erkennbare Mängel und man habe bis Oktober versucht eine Struktur in die weitere Vorgehensweise zu bringen. Dabei stellte er klar, dass jedes Gewerk für sich das größte jemals in Deutschland gebaute seiner Art sei. Also auch für einen ausgewiesenen Spezialisten für Gebäudetechnik eine echte Herausforderung.
Ein großes Problem war, dass man sich auf externe Spezialisten nicht verlassen konnte, da diese nicht an einem zügigen Baufortschritt interessiert waren. Aus diesem Grund wurden von der FBB Experten direkt eingestellt.
Das Hauptproblem für alle Flughafenchefs waren die Kabelgewerke, die immer wieder als nahezu fertig deklariert wurden, sich dann aber als nicht genehmigungsfähig herausstellten. Gründe dafür waren die während der langen Bauzeit sich ändernden Genehmigungsbedingungen und die von der Flughafengesellschaft nachträglich eingebrachten Planänderungen.
Dies führte dazu, dass 40 Kilometer Kabel neu verlegt werden mussten. Eine Zahl, die selbst bei der Größe des BER ein Problem darstellt, da der Platz bei einer solchen Größenordnung kaum ausreicht. Die fünf an der Durchführung arbeitenden Firmen hätten sich gegenseitig für die Verursachung von Mängeln bezichtigt und die Sachverständigen haben ständig neue Nachforderungen gestellt.
Jeder, der schon einmal einen größeren Bau durchgeführt hat weiß, dass es eine hundertprozentige Fertigstellung und deren Abnahme nicht geben kann. Es wird immer etwas nachgebessert werden müssen. Und bei dieser Baustelle ist eine Bauordnung wie die Brandenburger einfach nicht zeitgemäß und sie sollte den vergleichbaren in den anderen Bundesländern angeglichen werden. Der BER drohe sonst zu einer „Never-ending-story“ zu werden.
 

Dem vor allem von der FDP problematisierten Wasser in den Kabelschächten an der Landebahn Süd maß Marks keinen hohen Stellenwert zu. Es sei zwar ärgerlich, aber relativ einfach zu handhaben bzw. zu beseitigen.
Eine Sitzung, die deutlich machte, warum dieses Projekt so schwierig zu realisieren ist.

 
 
 

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