Sichere Schulwege

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Debatte um sichere Schulwege: SPD fordert mehr Taten statt Lippenbekenntnissen!

Viel Frust aber auch viel Tatendrang war am 23. Januar 2019 in der Montessorischule Heiligensee zu vernehmen: Die SPD Heiligensee/Konradshöhe Tegelort hatte unter dem Motto "Sichere Schulwege - was müssen wir tun? zur öffentlichen Diskussion geladen.
"Das Thema brennt" leitete Daniela Steenkamp von der SPD Heiligensee ein und verwies auf den Unfall mit einem Heiligenseer Schülerlotsen und die Diskussion um Frohnauer Elterntaxis im letzten Jahr.
Marco Käber (Vorsitzender der Reinickendorfer SPD-Fraktion und verkehrspolitischer Sprecher) und Stefan Valentin (schulpolitischer Sprecher) erläuterten das SPD- Fraktionsersuchen "Neue Konzepte für den Schulweg an Grundschulen", das auch zu einem BVV-Beschluss geführt habe.
 

Aktuell sein nun das Bezirksamt aufgefordert, ein Konzept für mehr Schulwegsicherheit in Reinickendorf zu entwickeln. Dabei sei der SPD besonders wichtig, über Kiss- and Goodbye-Areas nachzudenken und die Aufklärungsarbeit zu intensivieren. Hinrich Westerkamp von B.90/ Die Grünen erläuterte innovative Ansätze wie das Konzept Walking Bus, bei dem sich an zentralen Punkten Grundschulkinder treffen und dann gemeinsam den Schulweg absolvieren. Auch sprach er sich für Schulwegpaten aus.
Harald Voß vom Bezirkselternausschuss verwies auf das Mobilitätsgesetz, von dem er sich zahlreiche Verbesserungen auch für die Schulwegsicherheit erwarte. Konkret wurde von Elternvertretern und politisch Aktiven wie Vito Cecere kritisch hinterfragt, an wen man sich eigentlich wenden müsse, wenn man für eine ganz konkrete Schule konkrete Verbesserungen erreichen wolle. Detlef Dzembritzki, ehemaliger Reinickendorfer Bürgermeister und Bundestagsabgeordneter zeigte viel Verständnis für den Frust vieler Schul- und Elternvertreter. Es müssten konstruktive Lösungen gefunden werden, gegenseitige Beschuldigungen führten zu nichts.
Vertreter von Reinickendorfer Schulen wie Kerstin Dzembritzki und Carsten Krause zeigten sich beunruhigt über einen zunehmenden Egoismus, der bei vielen Eltern sichtbar werde. Es habe sich gesellschaftlich etwas gewandelt. Die Mentalität, vor allem an das eigene Kind zu denken, sei ausgeprägter geworden.
Es müsse mehr klare Kante vonseiten des Ordnungsamtes gezeigt werden, forderte Carsten Kessel von der SPD Heiligensee/Konradshöhe/Tegelort und hinterfragte auch kritisch die Rolle der Verkehrslenkung.
Der Reinickendorfer SPD- Kreischef und Abgeordnete Jörg Stroedter und die Fraktionsvertreter in der BVV Käber und Valentin versprachen, alle Anregungen mitzunehmen und zeigten sich offen für neue Anträge, dämpften aber auch allzu große Hoffnungen. Die CDU sei eine "Autofahrerpartei", mit der sich eine Politik zugunsten von Fußgängern und Radfahrern oft nicht umsetzen lasse, so Stroedter.
Zum Abschluss führte die Geschäftsführerin der Montessorischule Heiligensee Christiane Ostrin noch durch die neuen Räume und erläuterte das Schulkonzept.
 

 
 

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